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Aphorismen

Gewöhnlich stellt sich ein Künstler, in dem Moment in dem es Bewußtsein der eigenen
Expressionskapazitäten erwirbt, im fortdauernden Fluß der Kunst aber auch in der
Studie und im Vergleich mit den "Großen" die ihm vorausgegangen sind, und versucht
mit ihnen eine Kontinuitaetslinie festzulegen; er vergleicht sich mit einer
Universalsprache, die andere vor ihm betroffen haben. Die Schulden gegenüber den großen
Meistern der Vergangenheit sind ,glaube ich, in jedem von uns anwesend, in einigen Fällen
als eklatante Zitaten, in andere als einfache Illusionen.
Es ist nicht wichtig an der Tradition gebunden zu bleiben, sondern von ihr auszugehen um
sich der Zukunft zu projizieren, verstanden als die authentischste Realisierung der
in der Vergangenheit vorhandenen Bestandteile, als Bestrebung und Ausübung des eigenen
sein-koennen ,der eigenen authentischsten Möglichkeiten.

 

Ich bin davon überzeugt das die Kunst, welche auch immer sie ist und durch welche Form
auch immer sie übermittelt wird, die "Widerspiegelung " der eigenen Innerlichkeit,
die Objektivierung, die Übertragung der eigenen Seelenzustaende, der eigenen Gefühle
auf etwas äußeres an sich, verkörpert. Es ist eine Darstellungsart des "Ichs" an sich
selbst. Dieses "Ich" bleibt im aufschließen nicht isoliert sonder bringt die eigene Vision
der Welt mit sich. Dieselbe Materie die die Idee überträgt beruft die Aufmerksamkeit
nicht auf sich selbst sondern verweist an verborgenen Bedeutungen
die aus einem finsteren Grund auftauchen der sich jedoch nie völlig offenbart.
Es ist notwendig den Schleier des Signifikant zu zerreißen, um die Idee die sich hinter
ihm versteckt zu erfassen.

 

Der Künstler ist derjenige der sich versteckend offenbart.

 

Meine Arbeiten kommen aus der impressionistischen Erfahrung ins Rollen, wenngleich sicher
und erprobt, , die mich so sehr bezaubert und von der ich mich noch nicht vollständig
befreien kann. In gewisser Hinsicht kann es so aussehen als ob sie an "Anachronismus"
leiden, an Naivität, eine Art von Umkehrung der Künstlerischen diakronizitet , in
Richtung einer künstlerischen Erfahrung dejà vu. Aber auch in der Einfachheit der
Ausstellung, glaube ich in meinen Gemälde die Kluft die in mir ist und die in jedem
von uns vorhanden ist auszudrücken. In meinen Gemälden finden sie mich selbst wider.

 

Ich bin davon überzeugt das nicht der Künstler die eigene Kunst rechtfertigen muß, sonder der
ästhetische Urteil sich selbst rechtfertigen und die Maßstäbe die es anwendet erläutern
muß. Der wirkliche Künstler erzeugt weil es den Bedarf hat, weil es von einer
unwiderstehlichen Begeisterung bewegt ist und fragt sich nicht weil er sich in einer
Art statt in einer anderen ausdrückt, er drückt sich aus und basta. Derzeitig scheint der
Bewertungsmaßstab eines Werkes durch den Erfolg den es auf den Markt hat
ausgedrückt oder es verliert sich in einer vortrefflich technischen Beschreibung, oft von
Psychoanalyse, Semiotik und Gesellschaftslehre gefüllt. Der Geschmack, das Urteil,
müßte eigentlich die Fähigkeit sein das Kunstwerk an sich wiederzuerleben, ein
subjektiver, individueller Ereignis, nicht erabsetzbar an strengen rationalen Klischees,
die eine angeborene Feinfühligkeit vermuten lassen.
Es gibt keine absoluten Regeln für die Kunst. Wer kann den bestimmen welche die "guten"
und welche die "schlechten" Werke sind? Wer kann den bestimmen was schön ist?
Wer kann den eine Definition der Kunst geben, von was künstlerisch ist? Ich glaube
nicht das es Maßstäbe für die Kunst gibt. Es ist ein Glaubensbekenntnis, es wird durch
Intuitionen verstanden, als eine Art von Erleuchtung, die über jeder Logik hinaus geht.